Allein schon der Landeanflug ist atemberaubend. Wie eine Kette umrundet das Korallenriff die Insel. Die Trauminsel Ishigaki in Japans Südsee umgeben viele kleine malerische Inseln. Tiefblauer Pazifik, dahinter die weißen Schaumkronen der sich an den Riffen brechenden Wellen. Danach reicht türkisfarbenes, seichtes Wasser bis an die Küste. So klar, dass man selbst vom Flugzeug aus die Korallen auf dem Meeresboden sehen kann.

Mein erster Besuch gilt Mr. Yoshimori Taba, einem Künstler, der einzigartige Glücksmasken schnitzt für ein Fest, das die Häuser und ihre Bewohner segnet. Im Alter von 82 Jahren, arbeitet er noch sieben Tage die Woche, 12 Stunden täglich.

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Der Künstler Mr. Yoshimori Taba schnitzt einzigartige Glücksmasken für ein Fest, das die Häuser und ihre Bewohner segnet.

Reines Meersalz

Etwas Besonderes ist auf dieser Insel ein Besuch der Salzfabrikation mit dem dazugehörenden Spa. Gewonnen wird es aus einer Bucht, deren Boden mit Korallen und Algen übersät ist. Sie wird von Gebirgsbächen des höchsten Berges Okinawas gespeist. Es ist eines der energiereichsten und reinsten Meersalze Japans, wenn nicht der ganzen Welt. Sie ähnelt in seiner Konsistenz unserem Puderzucker.

Im angegliederten Spa liegt man in konzentriertem Salzwasser und erhält abschließend eine Salzmassage, deren wohltuende und heilende Wirkung noch Tage danach spürbar ist.

Die Kabira-Bucht

Die Kabira-Bucht ist mit ihrem einzigartigen Farbenspiel und mit romantisch vorgelagerten kleinen, reizvollen Inseln eine Augenweide.

Trauminsel Ishigaki Kabira Bucht
In der Kabira-Bucht auf der Trauminsel Ishigaki gibt es eine der berühmtesten Perlenzuchten für schwarze Perlen.

Zu meiner Überraschung befindet sich hier ein Club MED, der in einem Gesamtpaket mit Sport, Animation und gutem Essen ein erstklassiges Urlaubserlebnis zu vernünftigen Preisen anbietet.

Ganz unspektakulär und bescheiden gibt es in der Kabira-Bucht eine der berühmtesten Perlenzuchten, die Ryukyu Pearl Company. Ihr gelang es nach 18jähriger Forschung als erste in der Welt, die schwarze Perle zu züchten.

Ausflüge von der Trauminsel Ishigaki

Auf Ishigaki finde ich einen weiteren Deutschen, Yuuri, der aus Liebe zum Land einen japanischen Namen angenommen hat. Er ist ein ausgezeichneter Fremdenführer und betreibt eine kleine Familien Pension, das  „Ai no Yado“.

Wer kein Abenteuer-Tourist ist und lieber auf gehobenem Niveau mit individuell abgestimmtem Programm reist, findet sicherlich Vorschläge bei „Atelier Voyage“ in  München.

Vom beeindruckenden Hafen Ishigakis aus erreicht man im Halbstundentakt verschiedene kleine malerische Inseln.

Eine davon ist Taketomi, hier befindet sich ein komplett erhaltenes kleines Dorf im Ryukyu-Stil. Es gibt keinen Autoverkehr. Man leiht sich ein Fahrrad oder bucht eine Fahrt mit einem von einem Wasserbüffel gezogenen Wagen, begleitet von den sanften Klängen eines einheimischen Ryukyu Sängers. Die Nature ist hier vollkommen unberührt. Am Sternenstrand findet man mit guten Augen auch Sandkörnchen in Sternenform.

Trauminsel Ishigaki
Sayonara Okinawa.

Wer noch nicht genug hat, liest hier wie unsere Autorin in einem Ryukyu-Restaurant in den Bergen Okinawas zwei fast hundertjährige Dame kennenlernte.

Text: Marion Büstorf / Fotos: Marion Büstorf, Lufthansa

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