Eine Radtour von Krater zu Krater: Auf der Schwäbischen Alb erleben Zweiradfans Natur und Geschichte auf einsamen Wegen. Wer sich etwa gerne auf zwei Räder schwingt, auf den wartet ein Radweg der besonderen Art.  Auf dem Krater zu Krater-Radweg erleben die Naturfreunde Aktivität, Geschichte und prächtige Landschaften. Da schlägt das Radlerherz höher! Wann sonst radelt man schon durch einen Meteorkrater?

Liebhaber von Reisen und Ausflügen in die Natur hatten es in den vergangenen Monaten nicht leicht. Wie schön, dass sie nun wieder über den Tellerrand schauen und ihrer Leidenschaft in wunderschönen Regionen frönen können.

Schwäbische AlbRadweg von Krater zu Krater

Auf der Schwäbischen Alb führt die gleichnamige Tour im wahrsten Sinne von „Krater zu Krater“. Denn hier werden zwei Asteroidenkrater durch einen Radweg verbunden.

Der eine, das Nördlinger Ries liegt, in Bayern, der andere, das Steinheimer Becken in, Baden-Württemberg.

Die etwa 130 km lange Rundtour gliedert sich in zwei Etappen.

Gestartet wird in Nördlingen. Von dort aus passieren die Radfahrer eine Vielzahl interessanter Ortschaften und entdecken die ursprüngliche Kulturlandschaft der Schwäbischen Ostalb.

Ist erstmal der westliche Riesrand erklommen, geht es vorbei an der markanten Erhebung des Ipf – einem sogenannten Zeugenberg mit frühkeltischem Fürstensitz bei Bopfingen.

Über offene Hochflächen können die Aktiverholer ihre Blicke schweifen lassen, bevor es später in einer rasanten Abfahrt hinunter geht nach Oberkochen und zur Europäischen Wasserscheide zwischen Kocher und Brenz.

Nach einem weiteren Anstieg ist nach 63 km das Zwischenziel, der Kraterrand des Steinheimer Beckens, erreicht.

In einzigartiger Weise wird hier der Meteoriteneinschlag von vor rund 15 Millionen Jahren erlebbar gemacht. So ist ein Besuch des Meteorkrater-Museums ein Muss.

Welche Auswirkungen hatte die Katastrophe auf und unter der Erde? Diese und weitere Fragen werden eindrucksvoll beantwortet.

Auf der Schwäbischen Alb von Krater zu Krater
Während einer Verschnaufpause auf der anspruchsvollen Route lassen die Radfahrer die Blicke schweifen – und die Seele am Härtsfeldsee baumeln.

Nach einer Übernachtung in Steinheim, das mitten im Krater liegt, geht es zurück auf 67 km nach Nördlingen.

Der Beschilderung „Von Krater zu Krater“ folgend führt die Radtour übers Brenztal hinweg sanft hinauf aufs Härtsfeld.

Entlang schattiger Wälder, idyllischer Seen und schön gelegener Täler kommen die Radler nach Neresheim mit seiner prachtvollen Klosterkirche.

Hier sollte auf jeden Fall eine Pause eingelegt werden, bevor es nochmal anstrengend wird auf dem Weg zum Kraterrand.

Weitere Tipps für Ausflüge vor unserer Haustüre gibts hier.

Fotos: HLC/Landratsamt Heidenheim, Oliver Vogel / HLC/Landratsamt Ostalbkreis/Christian Frumolt

Vorheriger ArtikelMaulwurf-Muffins
Nächster ArtikelGemüsebouillon mit Spargel und Frischkäse Wan Tan