Auf Zurück zu den Westallgäuer Wurzeln: Die Kraftquelle Allgäu liefert Lebensfreude und Energie.

Den Körper und Geist mit neuer Energie und Lebensfreude versorgen und die eigene Spiritualität (wieder-)entdecken, fällt im Westallgäu und im württembergischen Allgäu leicht. In den Pilger- und Kräuterangeboten der „Kraftquelle Allgäu“ finden Einheimische und Gäste Anreize für ein Leben im Einklang mit der Schöpfung und deren Ursprung.

Neues Programm 2019 Kraftquelle Allgäu

Workshops, Kurse sowie Wanderungen mit Kräuterexperten, Pilgern oder Seelsorgern lassen die Kraft der Natur und seit Jahrhunderten überlieferte Bräuche wiederentdecken. Sie zeigen den Weg zum seelischen und körperlichen Wohlbefinden. Die Programmhefte „Kraftquelle Allgäu – Kräuter“ und „Kraftquelle Allgäu – Samstagspilgern“ haben 13 Gemeinden des Verbunds Westallgäu Tourismus e.V. und dem Zweckverband Tourismus Württembergisches Allgäu zusammengestellt.

„Die Zahl unserer Gäste, die privat oder beruflich neue Wege beschreiten wollen, nach dem Sinn des Lebens, ein Stück Spiritualität oder ihrer ganz persönlichen Identität suchen, hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Die Programmhefte zur Kraftquelle Allgäu bieten einen reichhaltigen Fundus für eine persönliche Auszeit. Bei den Workshops bekommt man das Handwerkszeug, den privaten oder beruflichen Alltag im richtigen Moment zu entschleunigen“, sagt Elena Kirchmann vom Gästeamt in Oberreute.

In den Heften zur Kraftquelle Allgäu erfahren Gäste und Einheimische im Detail, warum Kräuter und Pilgern auf Geist, Leib und Seele wie Balsam wirken können.

Kraftquelle Allgäu

Kräuterwandern als Kraftquelle: Allgäu

„Der Weg zur Gesundheit führt durch die Küche, nicht durch die Apotheke“, wusste schon der bekannte Naturheilkundler und Namensgeber der Kneipp-Medizin, Sebastian Kneipp (1821 – 1897). Der direkte Weg hinein in die Westallgäuer Küche führt vor allem durch eine atemberaubende Natur. Auf dieser Entdeckungstour durch das Westallgäu bestaunen, riechen und schmecken Teilnehmer die vielfältige Pracht der heimischen Kräuter und Heilpflanzen.

Allgäuer Wildkräuterfrauen lehren, welche Kräuter Energie, Würze und Lebensfreude in Küche und Alltag bringen, warum Schafgarbe bei tiefen Wunden und Brennnessel gegen Wassereinlagerungen helfen und Rotklee als Lebenselixier im Alter gilt. Sie klären auf, welche medizinischen und kulinarischen und Verwendungsmöglichkeiten Ringelblume, Zinnkraut, Löwenzahn oder andere Kräuter, Blüten und Früchte haben. Zugleich informieren die Kräuterexperten darüber, welches vermeintliche Glückskraut Wanderer am Wegesrand besser stehen lassen sollten.

Von Mitte März bis Ende November wird im Rahmen der Kraftquelle Allgäu quer durchs Westallgäu gewandert, Kräuter gesammelt, gekocht und geräuchert. Häufig führen die Wege in die Kräutergärten „Artemisia“, „Himmelszipfele“ und „Zellers. Dies sind Orte der Begegnung und Inspiration zwischen Menschen und Heilpflanzen.

Kraftquelle Allgäu

Samstagspilgern

„Auf diesem Weg treffe ich eigentlich immer wieder nur auf eins: auf mich!“, sagte der bekannte Komiker, Autor und Moderator „Hape“ Kerkeling in seinem 2006 veröffentlichten Buch „Ich bin dann mal weg“. Darin beschrieb er Erlebnisse und Eindrücke seiner Pilgerreise auf dem Jakobsweg. Wer das Pilgern einmal in einer Gruppe ausprobieren möchte, dem bietet die Kraftquelle Allgäu mit dem „Samstagspilgern“ einen guten Einstieg.

Wegbegleiter mit Pilgererfahrung wissen verlässlich, dass bereits wenige Tage oder Stunden helfen können, den Alltag hinter sich zu lassen und den Kopf frei zu bekommen. „Insofern ist unser Samstagspilgern ein wunderbarer Beginn oder erster Versuch auf dem Weg zur eigenen Zufriedenheit und Ausgeglichenheit, die beide so elementar wichtig sind für unsere Gesundheit“, sagt Elena Kirchmann vom Gästeamt Oberreute.

Mehr als 40 verschiedene Pilgerangebote stehen im Rahmen des kostenlosen Angebots (bei eigener An- und Abreise und Verpflegung) zur Auswahl. Die Touren, die zwischen einer und sechs Stunden dauern, führen zu verschiedenen Pilgerorten im Allgäu und in Oberschwaben. „Pilgern zu den Allgäu-Heiligen“ ist ebenso möglich wie eine mystische Pilgertour oder eine meditative Wanderung – etwa von Scheidegg nach Bregenz in Österreich.
Das Samstagspilgern ist ein gemeinsames Angebot von Westallgäu Tourismus e.V., dem Zweckverband Tourismus Württembergisches Allgäu, der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Scheidegg und dem Kath. Dekanat Allgäu-Oberschwaben.

Kraftquelle Allgäu
Jakobusweg:

Besonders ist es auf dem Jakobusweg die Kraftquelle Allgäu zu entdecken. Das Westallgäu erlebt man  bis zum Bodensee auf den Pfaden des bekannten Jakobusweges wandernd. Auf verschiedenen Routen geht es in mehreren Tagesetappen immer dem Zeichen der Jakobusmuschel nach.
Eine gute Gelegenheit zur inneren Einkehr bieten verschiedene Kapellen. Die kleinen Gotteshäuser sind durch zwei ökumenische Kapellenwege und einem Kneipp-Rundwanderweg miteinander verbunden.

Auf dem Jakobusweg vom Westallgäu bis zum Bodensee finden sich pilgerfreundliche und kostengünstige Unterkünfte nahe an der Strecke. Eine Übersichtsliste der Gastgeber bietet die Broschüre „Kraftquelle Allgäu – Der Jakobusweg. Pilgern vom Westallgäu bis zum Bodensee“. Sie führt Pilgertouren auf sowie Sehenswürdigkeiten im Westallgäu.

 

Mehr Information

Die Evangelische Kirchengemeinde in Scheidegg hat für Pilger auf dem Jakobsweg eigens ein Pilgerzentrum mit Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen. Anmeldungen nimmt das Pfarramt Scheidegg unter Telefon 08381/948561 entgegen.
Alle Programmhefte der „Kraftquelle Allgäu“ gibt es bei Westallgäu Tourismus. Diese liegen in den Tourist-Informationen sowie den Gästeämtern der Region aus.

Mehr Wandertipps gibt es hier für Südtirol und den Jakobsweg „kulinarisch“.

Fotos: Foto: Landratsamt Lindau (Bodensee)/ David Knipping, Landratsamt Lindau /Frederick Sams, Thomas Gretler