Wir wollten wissen, ob sich dank Rum und Reggae auch bei uns eine relaxte Stimmung im Palmschatten einstellt. Xaymaca, „Land der Wälder und des Wassers“ – so hieß Jamaika in der Sprache der Taino-Urbevölkerung. Und tatsächlich ist Jamaika eine besonders grüne Insel von großer natürlicher Schönheit.

Das touristische Zentrum der Insel liegt im Norden und Westen. Auch wir landen in Montego Bay. Unser Ziel ist aber nicht diese quirlige Stadt mit teilweise schönen kolonialen Herrenhäusern sondern der nicht so frequentierte Süden der Insel.

Jamaika: Natur, Rum und ReggaeÜber Jamaika gibt es viele Klischees – viele denken zuerst an Bob Marley oder an Hotelburgen, wenn sie an die Insel denken. Doch Jamaika ist soviel mehr als Reggae-Musik und amerikanische Touristen. Vor allem ist die Insel durch das reiche kulturelle Erbe als eine der interessantesten Gesellschaften in der Karibik geprägt.

1494 legte Christoph Kolumbus im Norden Jamaikas an und betrat als erster Europäer die Insel. Seit 1900 ist Jamaika als Urlaubsziel bekannt. Doch erst seit den 70er Jahren erlebt Jamaika, wie auch die gesamte Karibik, einen Tourismus-Boom.

Jamaika: Natur, Rum und Reggae
Fahrt ins Landesinnere

Jamaika: Natur, Rum und ReggaeJamaika ist mit knapp 11.000 km2 die drittgrößte Insel der Großen Antillen, südlich von Kuba und westlich von Haiti, mitten im karibischen Meer gelegen. Flüsse, weites Hügelland, Wasserfälle, dichte Vegetation und Berge erschließen sich dem Auge bei der Fahrt durchs Landesinnere.

Im Osten erheben sich die Blue Mountains mit dem höchsten Punkt der Insel. Einsame Strände, ungezähmte Flussläufe, historische Plantagen und georgianische Architektur – die Südküste Jamaikas hat sich ihre Ursprünglichkeit bewahrt.

Idealer Ausgangspunkt, um den eher unbekannten Süden zu erkunden, ohne auf den Komfort eines Luxusresorts zu verzichten, ist das Sandals South Coast.

Krokodile, Wasserfälle und Rum

Die Südküste bietet uns jede Menge Möglichkeiten, den Urlaub abwechslungsreich zu gestalten. Nach Schnorchel- und Segeltripps versuchen wir uns erstmals als Reiter am Strand. Macht Spaß – deshalb trennen wir uns von den Drinks am Pool und verlassen neugierig das Resort.

Im nah gelegenen malerischen Fischerdorf Whitehouse etwa gibt es auf dem großen Fischmarkt die Vielfalt der Unterwasserwelt zu bestaunen – und zu kaufen.

Jamaika: Natur, Rum und Reggae
Mangroven am Black River

Die Naturschönheiten der Küstenregion erkunden wir mit einem Ausflug zum Black River. Stellenweise verwandelt sich die Straße in eine Allee der besonderen Art: Riesige Bambus­stauden bilden mit ihren biegsamen Stämmen einen schattigen, grünen Tunnel.

Jamaika: Natur, Rum und ReggaeWährend der einstündigen Black River Boots-Safari können wir zwischen Mangroven und Schilfgewächsen tropische Vogelarten und auch mehrere der seltenen Spitzkrokodile bestaunen.

Noch abenteuerlicher wird es an den Kaskaden der YS Falls, die 19 km landeinwärts inmitten sattgrüner Vegetation liegen. Nach kurzer Traktorfahrt versprechen eine Bar sowie die Kaskaden (mit Badeaufsicht) sprudelnde Erfrischung.

Jamaika: Natur, Rum und ReggaeVon ruhigem Baden über Zip-Lining bis hin zu waghalsiger ­Herumspringerei in den Wasserfällen ist hier alles möglich. Auch wir stürzen uns umgehend in die Süßwasserpools.

Jamaika: Natur, Rum und ReggaeJamaika: Natur, Rum und ReggaeAls Rumliebhaber besuchen wir natürlich auch das Appleton Estate. Appleton produziert in seinen Destillerien und Plantagen auf Jamaika seit 1749 Zuckerrohr und Rum.

Für die edelsten Rumsorten wird das kostspielige Pot-Still-Verfahren angewandt. Das Destillieren des Appleton Rum in zwei alten Brennblasen zeugt von einem großen Traditionsbewusstsein.

Jamaika: Natur, Rum und ReggaeDer Appleton Estate 12 Years Rum reift rund zwölf Jahre in weißen Eichenfässern, die ihm ein komplexes und dennoch fein ausbalanciertes Aroma geben.

Der ultimative Sonnenuntergang

Jamaika: Natur, Rum und Reggae
Schnell ein Selfie vor den Klippenspringern

Negril an der Long Bay hat mit seinem 11 km langen Long Beach alles, was die karibische Fototapete an Motiven benötigt.

Und das weltberühmte Rick’s Café in Negril sollte auf jeder Jamaika-Bucketlist stehen.

Hier kann man stundenlang den Klippenspringern zuschauen, die sich aus über 20 Metern Höhe ins karibische Meer stürzen oder es wahlweise selbst versuchen (na, ich lieber nicht).

Es macht Spass, die Jamaikaner zu beobachten, die ebenfalls hier den Sonnenuntergang genießen.

Und ein Selfie muss allemal auch sein!

Jamaika: Natur, Rum und ReggaeDie Sonnenuntergänge sind hier ebenfalls legendär, und so beenden wir unseren Jamaika-Tripp natürlich auch hier mit einem Sundowner.

Jamaika ReiseberichtText und Fotos: Annemarie Heinrichsdobler

Für mehr Infos: www.sandals.de
www.islandroutes.com