Leider gibt es bei all der Schönheit auf unserer Erde oft noch manches trotzdem zu bemängeln – und dies ist unter anderem der Müll in unseren Meeren. Jährlich gelangen über 12,2 Millionen Tonnen Plastik in unsere Ozeane und führen damit zu irreparablen Schäden. Derzeit wird viel über Plastikmüll im Meer und andere Umweltverschmutzungen diskutiert. Doch wie bedroht sind unsere Ozeane tatsächlich?

BeyondSurfing hat sich die Mühe gemacht und über 171+ Statistiken und Studien zum Thema Ozeanverschmutzung analysiert und ausgewertet. Das Ergebnis?

Eine Zusammenfassung alle wichtigen Zahlen, Daten und Fakten zur Verschmutzung der Ozeane. Erfahren Sie hier wie dramatisch die Lage tatsächlich ist.

Plastikverschmutzung im MeerBis zu 12,2 Millionen Tonnen Plastik gelangen jedes Jahr in unsere Ozeane.Quelle 1 Zwei Drittel der Plastikverschmutzung stammen aus Abfällen von Städten und Gemeinden. Der Rest gelangt durch illegale Ablagerungen, sowie schlecht verwaltete Mülldeponien und Industrien ins Meer.Quelle 2

Wie viele Plastiktüten befinden sich im Ozean?

Pro Sekunde werden 160.000 Plastiktüten benutzt, das entspricht 5 Milliarden Stück jedes Jahr. Etwa 10 % davon landen in unseren Ozeanen.

Während die Tüten im Durchschnitt nur 12 Minuten lang benutzt werden, brauchen sie bis zu 20 Jahre, um sich im Ozean zu zersetzen.

Es wird vermutet, dass Plastiktüten jährlich für den Tod von über 100.000 Meerestieren verantwortlich sind. Aktuellen Hochrechnungen zur Folge wird es spätestens 2050 mehr Plastik als Fische im Ozean geben, sofern wir nichts an unserem Plastikkonsumverhalten ändern.

Wie wirkt sich Plastik auf die Umwelt aus?

Durch die Verschmutzung mit Giftstoffen wird die Meeresumwelt zu sogenannten toten Zonen.

Inzwischen gibt es bereits 500 tote Zonen in unseren Ozeanen, die der Fläche des Vereinigten Königreichs (245.000 km²) entsprechen.

In diesen Gebieten nimmt der Sauerstoffgehalt so stark ab, dass es zum Aussterben von Wasserpflanzen kommt und Meerestiere dort nicht mehr überleben können.[1] Zusätzlich lässt sich in immer mehr Fischen giftiges Mikroplastik nachweisen.

Plastikverschmutzung im MeerDie wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Kunststoffe machen 80 % aller untersuchten Meeresabfälle aus.
  • Jeden Tag gelangen etwa 8 Millionen Plastikteile in unsere Ozeane
  • Derzeit treiben schätzungsweise 5,25 Milliarden Makro- und Mikroplastikteile im offenen Meer. Das entspricht ca. 269.000 Tonnen Plastikmüll.
  • 300 Millionen Plastiktüten landen jedes Jahr im Atlantischen Ozean.
  • Eine Plastiktüte braucht ca. 20 Jahre, um sich im Meer zu zersetzen. Plastikflaschen brauchen bis zu 450 Jahre.
  • Die größte Müllinsel im Ozean ist ca. 1,6 Millionen Quadratkilometer groß und damit fast 5-mal so groß wie Deutschland.
  • Die übermäßige Verschmutzung der Meere hat zur Entstehung von über 500 “toten Zonen” im Ozean beigetragen.
  • Mehr als 1 Million Seevögel und 000 Meeressäugetiere sterben jedes Jahr durch Plastik im Meer.
  • Bereits 1 von 3 Fischen für den menschlichen Verzehr enthält Plastik.
  • Liebhaber von Meeresfrüchten essen jedes Jahr rund 000 Stück giftiges Plastik mit.

Denken wir doch mal alle intensiv darüber nach!

 

Es stimmt traurig, wenn Tauchern und Schnorchlern nicht nur Fischschwärme, sondern auch weiße Plastiktüten, schwarze zerfledderte Säcke etc. entgegen schwimmen.

Europa belegt ein Viertel des weltweiten Plastik-Verbrauchs, und der nicht recycelte Müll wird in wirschaftlich ärmere Regionen „exportiert“.

Und eben viele dieser gebrauchten Plastiktüten, landen dann weltweit an den Küsten so mancher Trauminsel an. Jährlich verenden etwa 1.000.000 Seevögel und 100.000 Meeressäuger durch den Kontakt mit unserem Plastikmüll.

In weiten Teilen des Meeres gibt es mittlerweile 6 Mal mehr Plastik als Plankton.

Das United Nations Environment Programme (UNEP) schätzt, dass sich bis zu 99 % des Plastik-Mülls im Meer, entweder schwebend in der Wassersäule oder am Meeresboden befindet. 10% des Plastiks im Ozean sind Mikroplastik-Pellets, die genauso aussehen wie Fischeier.

Und diese landen in den Mägen der Meeresbewohner … und dadurch auch auf unserem Teller. Vergeht jetzt manchem der Appetit?

Ohne fanatisch so werden, sollte nur jeder von uns darauf achten, was der übermäßige Plastik-Konsum und der falsche Umgang mit dem Kunststoff auf unserer Welt anrichten. Denn unsere Kinder sollten doch auch noch ihre Trauminsel finden können.

Weitere Quelle: https://web.archive.org/web/20200602112335/https://www.rubicon.com/blog/ocean-pollution-facts/

Infos und Grafiken: BeyondSurfing
Foto: © pixabay

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