Positive Neuigkeiten für Camper und Wohnmobilreisende: Dank sinkender Infektionszahlen und erfolgreicher Umsetzung der Ausgangsbeschränkungen im April und Mai, sind spätestens ab Juni touristische Reisen in ganz Deutschland wieder möglich. Auch Campingplätze öffnen ihre Tore für Urlauber – allerdings gilt es bei Campingurlaub in Corona-Zeiten einiges zu beachten.

Hier finden Sie einige Infos, was so alles bei einem Campingurlaub in Deutschland diesen Sommer beachtet werden muss. Denn: Jedes Bundesland erlässt eigene Vorschriften und Lockerungsfristen, allgemeingültige Vorgaben für ganz Deutschland gibt es nicht.

Reservierung statt Spontananreise

Wer diesen Sommer einen Campingurlaub plant, sollte unbedingt vorab einen Platz für sein Wohnmobil reservieren.

Denn die meisten Plätze müssen sich an Auslastungs-Regularien halten. Das bedeutet, dass die Betreiber ihre Campinganlagen nur bis zu 50 oder höchstens 70 Prozent der maximalen Kapazität belegen dürfen.

Aufgrund der nach wie vor geltenden Reisebeschränkungen in viele beliebte Urlaubsländer, werden zudem viele Deutsche im eigenen Land bleiben und sich für einen Urlaub in Bayern, an der Nord- oder Ostsee entscheiden.

Campingurlaub in Corona-ZeitenDie Nachfrage steigt also bei geringerer Kapazität. Eine spontane Reise ohne vorherige Reservierung eines Platzes wird in diesem Jahr kaum möglich sein.

Informationen einholen zur Lage vor Ort

„Reisende, die sich für einen Campingurlaub entscheiden, sollten sich vorab beim Betreiber des Platzes Informationen über coronabedingte Regularien einholen“, erklärte uns Birgit Dreyer, die Reiseexpertin der ERGO Reiseversicherung (ERV).

„In vielen Bundesländern müssen beispielsweise die Waschhäuser am Campingplatz vorerst noch geschlossen bleiben. Daher werden je nach Bundesland erst nur Wohnmobil- oder Caravanreisende mit eigener Sanitäranlage an Bord empfangen.“

Auch über Öffnungszeiten platzeigener Restaurants, Supermärkte und Bäcker sollten sich Urlauber vorab informieren. „Reisende sollten außerdem ausreichend Mund-Nasen-Bedeckungen mit sich führen“, so Dreyer. „Die Maskenpflicht gilt in ganz Deutschland und ist auch am Urlaubsort einzuhalten.“

Eingeschränkte Sport- und Freizeitaktivitäten

Aufgrund der geltenden Abstandsregelungen sind Sport- und Freizeitaktivitäten am Urlaubsort aktuell nur eingeschränkt möglich.

Campingurlaub in Corona-ZeitenWährend kontaktloser Sport im Freien bereits wieder erlaubt ist und eine Öffnung der Tennisanlagen oder Outdoor-Yogakurse auf Campingplätzen ermöglicht, gelten für Gemeinschaftsräume wie Schwimmbäder und Wellnessbereiche noch strenge Vorgaben.

Wer einen Strandurlaub plant, muss auch hier mit Einschränkungen rechnen. Derzeit erarbeiten die Regionen Hygienekonzepte für Strandbesucher, so dass ein Badeurlaub im Sommer möglich ist. Und kontaktarmer Sport wie surfen, kiten oder angeln ist bereits jetzt wieder gestattet.

Wenn es Sie in die Berge zieht, sollten Sie sich vorab über die Öffnung von Gastbetrieben und Almen am Berg informieren und gegebenenfalls ausreichend Proviant auf Bergtouren mitnehmen.

Vor allem sollten Sie immer daran denken, auch eine Reiseapotheke mit dabei zu haben. Eine solide Grundausrüstung für alle Fälle z.B. von der Shop-Apotheke sollte in jedem Rucksack, Zelt oder Camper mitgenommen werden.

Regeln für den Camping-Urlaub in Corona-ZeitenDer passende Reiseschutz für den Campingurlaub

Auch bei einem Campingurlaub in Deutschland empfiehlt sich der Abschluss eines Reiseschutzes. Im Rahmen der ERV Camping-Versicherung beispielsweise sind Gegenstände des persönlichen Bedarfs sowie bewegliches Inventar im Zelt, Wohnmobil, Wohnwagen und Mobile Home gegen Diebstahl und Elementar-Schäden versichert.

Sollte ein Krankenrücktransport nach Hause notwendig werden, ist auch der mit abgesichert. Die Kosten dafür werden von den gesetzlichen Krankenkassen nämlich in keinem Fall übernommen.

Campingurlaub in Corona-ZeitenIm Rahmen der Stornokosten-Versicherung sind auch Hunde, die mit auf die Reise kommen sollen, abgedeckt. Erkrankt der Vierbeiner vor Reisebeginn und der Urlaub kann nicht angetreten werden, erstattet die Camping-Versicherung die Stornokosten.

 

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