Der Tastsinn ist das erste Sinnesorgan, das sich im Mutterleib entwickelt und essentiell für die Entwicklung vom Menschen ist. Denn durch Hautkontakt wird unter anderem die Ausschüttung des Glückshormons ß-Endorphin stimuliert. Eine von vielen Gründen, warum eine kosmetische Körperbehandlung Wellness mit viel Gefühl und so nachhaltig ist.
Die Haut ist das größte Organ des Körpers und nimmt bis zu 2,6 m2 Körperfläche ein. Darin beheimatete Tast-, Druck-, Wärme- und Kälterezeptoren befähigen den Menschen, Berührung aktiv und passiv zu empfinden.
Dabei unterliegt die Haut der gleichen Hormonkaskade wie das Gehirn, d. h. die hormonelle Ausscheidung auf Stressoren verläuft in gleichen Bahnen.
Endorphine unter Druck
Während das Gehirn die Haut braucht und mit dieser über die Haarfollikel kommuniziert, arbeitet die Haut unabhängig vom Gehirn. Da alle Haarfollikel Hormonrezeptoren besitzen, sind sie auch in der Lage, Hormone zu produzieren.
Neben dem Stresshormon Cortisol und dessen Vorhormonen entstehen auch Glückshormone, die Endorphine, in der Haut.
So löst Streicheln, ein warmes Bad, eine leichte Massage, in der Sonne liegen… Wohlbefinden aus, was auf die Ausschüttung des Hormons ß-Endorphin unter der Haut zurück zu führen ist.
Auch wird Melanin produziert, das für die Entschlackung bzw. Ausscheidung von toxischen Stoffen zuständig ist.
Dagegen fühlt sich die Haut durch ein zu starkes Druckempfinden auf taktile Reize gestresst. Unruhe, depressive Verstimmungen, eine schlechte Entschlackung bzw. ein schlechter Lymphabfluss… sind die Folgen.
Deshalb versucht der Mensch z. B. bei zu harten Matratzen, sich mit Bewegungen im Schlaf wohlig zu betten.
Denn sonst ist der Körper schlecht durchblutet, der Geist unausgeschlafen. Es kommt zu einem gestörten Stress-Response-System, wodurch Darmstörungen oder z. B. auch Autoimmunkrankheiten wie Psoriasis Arthritis, Rheuma oder die Weiß-Fleck-Krankheit Vitilgo ausgelöst werden können.
Umso einleuchtender, dass eine kosmetische Körperbehandlung als entspannend und anregend zugleich empfunden wird.
Relaxing pur
Das Wort Massage lässt sich sprachwissenschaftlich aus dem arabischen, hebräischen und griechischen ableiten und bedeutet so viel wie drücken, kneten, berühren und/oder streicheln.
Rein physiologisch wird durch das Massieren die Blut- und Lymphzirkulation angeregt sowie die Sekretion von Schweiß und Talg beschleunigt, womit die Hautatmung sich verbessert, die Zellen intensiver mit Nährstoffen versorgt und die Schadstoffe effizienter abtransportiert werden.
Ein entspannender Effekt lässt sich nicht wegdiskutieren, seitdem Studien über taktile Zuwendungen des Touch Research Institute, Universität Miami, interessante Ergebnisse zu Tage brachten.
Ein verlangsamter Herzschlag und Hirnströme im mittleren Amplitudenbereich belegen, dass das Massieren sich positiv auf Verspannungen auswirkt.
Expedition der Sinne
Idealerweise werden aber bei einer Körperbehandlung neben den Hautzellen noch andere Sinne stimuliert. Denn betören zusätzlich noch angenehme Düfte das Gehirn, eröffnen sich dem Körper neue Horizonte, ein angenehmes Gefühl macht sich breit.
Unser Rat, gönnen Sie sich doch mal zwischendurch eine Massage, lassen Sie sich entführen in die Welt der Sinne…
Und hier finden Sie auch Tipps für Wellness zuhause.
Text: Redaktion G&R
Foto: Maria Galland, GB Thermae Hotels



































