Zwei bis drei Tage sind ideal, um die reizvollsten und romantischsten Seiten Budapests zu entdecken. Da ist Zeit, in gemütlichen Kaffeehäusern zu pausieren, sich in einem der schönsten Jugendstilbäder der Welt zu entspannen sowie Feuriges wie Süßes zu genießen.
Als Königin der Donau wird Budapest von seinen Bewunderern bezeichnet. Seine zauberhafte Lage beiderseits des viel besungenen, mächtigen Stroms, seine wechselvolle Geschichte, das reiche Kulturangebot vermischt mit einer kräftigen Portion Operettenromantik und einem guten Schuss Hungaricum – d. h. jenem exotischen Flair, das den Ungarn in Europa bis heute anhaftet, lassen jeden Besuch in der ungarischen Hauptstadt zu einem Erlebnis werden.
Für die Ungarn selbst ist ihre Metropole Zentrum und Schaltzentrale des Landes schlechthin – in geistig-kultureller, wissenschaftlicher und politischer Hinsicht.
In den letzten 30 Jahren entwickelte sich die verträumte Stadt mit ihren lebenslustigen Menschen von einer etwas verschlafenen, k.u.k. geprägten Metropole zu einer modernen, weltoffenen Millionenstadt.
Hauptattraktionen wie das mittelalterliche Burgviertel, die Flaniermeile Donaukorso, der Pester Broadway, sprich Andrássy út, sind heute vom Staub der Tristesse aus kommunistischer Zeit befreit und gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Nur wenige wissen, dass Budapest eine Bäderstadt und Europas größter Kurort ist.
Aus den 123 Thermal- und 400 Mineralquellen sprudeln Tag für Tag mehr als 70 Mio. Liter Wasser.
Heute verwöhnen neben den alten Bädern die großen Hotels mit ihren luxuriösen Wellness-Einrichtungen Bäder-Nostalgiker wie auch anspruchsvolle Gäste.
1. Tag/Nachmittag:
Was eignete sich besser zum Kennenlernen Budapests als ein Spaziergang über die bekannteste Flanierstraße der Stadt und entlang des Donaukais mit atemberaubendem Blick auf Fluss und Burgberg – bei zauberhafter nächtlicher Illumination.
Vom Ferenciek tere bummelt man zur Váci utca. Hier reihen sich Luxusgeschäfte, Buchhandlungen, Straßencafés und Antiquitätenläden aneinander. Man sollte auch in die verwinkelten Passagen, Gassen und malerische Innenhöfe schauen.
Am Vörösmárty tér werfen Sie einen Blick ins legendäre Kaffeehaus Gerbeaud. Das luxuriöse Interieur überstand beide Weltkriege fast unversehrt und ist neben den süßen Köstlichkeiten, die in den dreistöckigen Katakomben unter dem Café nach alten Rezepten hergestellt werden, allein schon wegen seiner Einrichtung einen Besuch wert.
Der Weg führt zum Roosevelt tér mit dem Jugendstilprachtbau Gresham Palast (beherbergt das märchenhaft schöne Luxushotel der Hotelkette Four Seasons) vis-avis der Kettenbrücke, eines der Budapester Wahrzeichen.
Auf dem Donaukorso geht es vorbei an Nobelhotels zur Elisabethbrücke und zum Ausgangspunkt zurück. Vom Vigadó tér legt das Candle-Light-Dinner-Schiff zur Fahrt auf der nächtlichen Donau ab.
Auf den Ausflugsdampfern erleben Sie die weltberühmten Baudenkmäler und historischen Brücken aus einer besonders reizvollen Perspektive.
2. Tag:
Der Vormittag ist dem Burgviertel gewidmet. Auf den Burgberg gelangt man am schnellsten mit dem Sikló, der alten Standseilbahn, die in dichtem Takt vom Clark Ádám tér zum Szent György tér hinauffährt.
Sie besuchen die Matthiaskirche, in der nicht nur zahlreiche ungarische Könige, sondern auch Franz Joseph I., und seine Gattin Elisabeth, die legendäre Sissi, gekrönt wurden.
Die überwältigende Aussicht auf die zu Füßen liegende Stadt mit ihren Brücken und Donauinseln genießt man am besten auf der Fischerbastei, einer 140 m langen und 8 m breiten Wallkonstruktion mit Figürchen, Türmchen, gewundenen Treppchen und Erkern.
Anschließend können Sie in der Biedermeier-Konditorei Ruszwurm in süßen Köstlichkeiten schwelgen.
Genug Zeit sollten Sie sich auch für den Spaziergang durch die Gassen zum Burgpalast nehmen, dem mächtigsten Gebäude der Stadt, das nahezu von jedem Punkt der Innenstadt aus zu sehen ist.
Ein kurzer Bustrip führt zum Hotel Gellért, in dem man stilvoll zu Mittag essen kann.
Am Nachmittag steht orientalische Badelust im Gellértbad, dem berühmtesten Budapester Bad, auf dem Programm. Über Wunder wirkende Quellen am Gellértberg gibt es bereits aus dem 15. Jhd. Berichte. Die Türken schätzten dieses Bad besonders, da es größer war und heißeres Wasser hatte als alle anderen damaligen Bäder von Buda.
Den Abend lassen Sie am besten mit einem Opern- oder Konzertbesuch ausklingen.
3. Tag:
Der Ausflug beginnt am Heldenplatz, dessen weites Areal einen grandiosen Anblick bietet. Im Mittelpunkt versinnbildlicht ein imposantes Denkmalensemble – bestehend aus der Reitergruppe von 7 madjarischen Stammesfürsten sowie den Statuen ungarischer Könige und Freiheitshelden zwischen prächtigen Säulen im Halbrund – 1.000 Jahre Geschichte an Donau und Theiß.
Mit dem Museum für Bildende Künste und der Kunsthalle stehen hier zwei hochkarätige Museen zur Auswahl.
Hinter dem Heldenplatz beginnen die ausgedehnten Grünanlagen des Stadtwäldchens, die auch dem Széchenyi-Thermalbad einen würdigen Rahmen geben.
Ein Essen im Stadtwäldchenrestaurant Gundel könnte das Programm kulinarisch abrunden, kosten Sie doch die berühmten Palatschinken.
Gestärkt zurück erinnern Sie zu beiden Seiten der Andrássy út das noble Neorenaissancegebäude der Staatsoper wie auch die prunkvollen Wohnhäuser an Budapest Gründerzeit, als die ungarische Hauptstadt zur Rivalin der Kaiserstadt Wien aufstieg.
Vom Oktogon bis zur Oper flanieren Sie zu Fuß und lassen das künstlerische Flair in einem der Cafés auf sich wirken.
Essen & Trinken:
– viel Zwiebeln und Paprika, und delikate Braten
– Eintopfgerichte und vielseitige Gemüsegerichte – lecsó (sprich letscho)
– Pörkölt, bei uns unter Gulasch bekannt
– frischer Fisch wie Zander, Karpfen, Wels und Stör, und die Fischsuppe – halászlé – die zweite ungarische Nationalspeise gibt es in vielerlei Varianten
– im jüdischen Viertel das traditionelle Sabbatgericht Tscholent und eine Vielzahl koscherer Speisen und Gebäck
– süße Verführer sind die Strudel in allen Variationen und natürlich Palatschinken, meist mit Walnussfüllung und Schokoladen-Rum-Sauce
– im Haus Ungarischer Weine findet man nicht nur 700 unterschiedliche Weine aus allen Weinanbaugebieten des Landes, sondern kann bei einer Weinprobe 50-55 Sorten verkosten.
– Trends zu Essen und Trinken finden Sie in der deutschsprachigen Budapester Zeitung , in der regelmäßig Restaurants vorgestellt und besprochen werden.
Anreisemöglichkeiten:
Der Flughafen Ferihegy liegt in einer Entfernung von 15 km von Budapest. Ferihegy 1 ist das Terminal für Billigflieger, der Flughafen Ferihegy 2 ist das Terminal für die Flüge in die Schengener Staaten, das Terminal Ferihegy 2B ist das Terminal für Flüge in Staaten außerhalb des Schengener Abkommens.
Es gibt eine direkte Zugverbindung zwischen Budapest-Westbahnhof und Flughafen Ferihegy 1, die Fahrt dauert weniger als eine halbe Stunde. Die Fahrgäste, die auf dem Terminal 2A bzw. 2B ankommen, können mit dem Bus zum Terminal Ferihegy 1 fahren.
Budapest ist mit 25 Hauptstädten Europas durch direkte Bahnlinien verbunden. Auf der Strecke Budapest – Wien fahren Züge im 3-Stundentakt.
Zwischen April und Oktober ist es möglich, von Wien und Bratislava aus mit dem Tragflächenboot schnell und direkt in das Herz von Budapest zu gelangen.
Von den insgesamt 4 Autobahnen und 4 Hauptverkehrsstraßen Ungarns nehmen alleine 7 in Budapest ihren Anfang. Für die Benutzung der Autobahnen M1, M3, M5, M7-sind Autobahnmatrizen (erhältlich an der Grenze) vorgeschrieben.
Das Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln in der Hauptstadt umfasst Busse, Trolleybusse, Straßen-, U- Bahnen und S-Bahnen (HÉV).
Zusätzliche Informationen auf der deutschsprachigen Website bzw. auf den Social-Media-Kanälen des ungarischen Tourismusamtes:
www.visithungary.com/de
www.spiceofeurope.de
Weitere Tipps für einen Wellnessurlaub in Ungarn finden Sie in unserem Reisearchiv.
Fotos: 29010_R_K_by_Manfred-Blanck_pixelio.de, Markthalle_R_by_Bildpixel_pixelio.de, 391665_R_K_B_by_Lars-Paege_pixelio.de, Budapester Tourismusamt (11 Bilder)

































