Im Urlaub spart man nicht gerne und belohnt den Service häufig großzügig. Wo sollte man freigiebig sein und wo lieber auf Trinkgeld verzichten?
Wenn Sie in Österreich jemand nach „Schmattes“ fragt, dann möchte er nur in den seltensten Fällen von Ihnen geküsst werden. Auch eine Schwedin versteht das Wort „dricks“ nicht als Aufforderung, sich zu verbeugen. Beide haben dann nur eins im Sinn: Trinkgeld.
Aber wissen Reisende immer, wie viel Trinkgeld im jeweiligen Urlaubsland üblich ist?
Wonach richten sie sich, wenn sie nach der Paella in die Urlaubskasse greifen? Hier ein paar Tipps, um Fettnäpfchen zu umschiffen.
Hier wird Trinkgeld erwartet
> In den USA ist man sehr stolz auf die eigene Servicekultur. Hier gelten 15% – 25% Trinkgeld als Norm. Damit liegen die Vereinigten Staaten an der Spitze.
> In Ägypten gehört Trinkgeld oder „Bakshish“ einfach dazu und wird immer und überall erwartet, vom Gepäckträger bis zum hilfsbereiten Passanten.
> In Europa und Australien gilt die übliche 10 %-Regel, die zwar erwartet wird, jedoch nicht zwingend ist. In Frankreich sollte man zudem auf Hinweise in Restaurants und Bars achten, die den Satz „Pourboire interdit“ enthalten, denn hier ist Trinkgeld ausdrücklich untersagt.
> In Österreich sind Taxifahrer und Reinigungspersonal auf den kleinen Obolus angewiesen, daher sind auch hier 10 % üblich. Auch im Fiaker gibt man dem Kutscher eine Kleinigkeit, hauptsächlich für das Pferd.
> In Belgien bekommen auch Platzanweiser beim Kauf eines Programmheftes in Kinos und Theatern ein Trinkgeld von 1 Euro.
> In Thailand sollte man nie weniger als 10 Baht Trinkgeld geben, denn das gilt als unhöflich.
Hier wird kein Trinkgeld erwartet
> In Costa Rica, Malaysia, Südkorea, Japan, China, den Vereinigten Arabischen Emiraten, auf den Fidji-Inseln und im Oman kennt man die Tradition des Trinkgelds nicht.
> In Neuseeland ist Trinkgeld unüblich, denn der Service ist grundsätzlich in den ausgewiesenen Preisen inbegriffen.
> In Schweden ist das Trinkgeld sowohl in Hotels und Restaurants als auch im Taxi inklusive.
> Die Südsee ist reisekassenfreundlich, denn hier ist Trinkgeld keine Gepflogenheit. Die Gastfreundschaft des Landes verbietet es dem Personal sogar, Trinkgeld anzunehmen.
> Auch in Dänemark wird der Geldbeutel geschont, denn hier ist Trinkgeld nicht gebräuchlich.
Hier ist Trinkgeld nicht erlaubt
> In Argentinien und Vietnam ist Trinkgeld verboten. Am Flughafen von Singapur kann Trinkgeld sogar zu einem Verweis durch die örtliche Polizei führen.
Ungewöhnliche Trinkgeldtraditionen:
> In Japan und einigen anderen asiatischen Ländern wird Trinkgeld als beleidigend empfunden.
> In Großbritannien sind Pubs und Bars „trinkgeldfreie Zonen“, denn hier besteht die kleine Aufmerksamkeit nicht aus Bargeld, sondern aus einem spendierten Drink.
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Text: Redaktion G&R
Fotos: GR-Archiv, MEV Verlag


































