Ob Pauschalurlaub oder Individualreise – die Akzeptanz von Kredit- und Debitkarten ist in den meisten Zielländern sehr hoch. Doch wie sicher sind diese Zahlungsmittel?
Damit der Jahresurlaub zum unbeschwerten Erlebnis wird, geben die Experten von FICO, einem Anbieter von Betrugspräventionslösungen für Kredit- und Debitkarten, Tipps für den sicheren Umgang damit und erklären, was sonst noch zu beachten ist.
Tipp 1: Sperrnummern stets griffbereit haben und mehrfach speichern
Im Notfall muss die aktuelle Telefonnummer zur Sperrung der Karte sofort zur Hand sein. Angriffe mit gestohlenen Kredit- oder Debitkarten erfolgen meist innerhalb weniger Minuten oder Stunden, nachdem diese entwendet wurden.
Die dafür benötigten Nummern sollten getrennt von den Karten und mehrfach aufbewahrt werden. Als Speicherort bietet sich z. B. das Mobiltelefon an. Zudem ist es sinnvoll, die Nummern bei einem Freund im Heimatland zu hinterlegen.
Tipp 2: Bankautomaten genau prüfen
Bei der Abhebung an einem Bankautomaten sollte vor Durchführung der Transaktion das Umfeld genau geprüft werden. Bankautomaten an belebten Straßen und Plätzen werden meist öfter frequentiert und sind daher auch besser gewartet.
Es ist zudem ratsam, den Automaten selbst auf Veränderungen zu prüfen: Sind Beschädigungen oder verdächtige Aufbauten erkennbar, ist es besser, auf die Transaktion zu verzichten.
Tipp 3: Keine fremde Hilfe annehmen
Behält ein Bankautomat die Karte ein und ein Fremder bietet unaufgefordert seine Hilfe an, ist Misstrauen geboten. Mit solchen Tricks versuchen Betrüger, die PIN-Ein gabe zu beobachten, um dann die Karte zu stehlen. Zieht ein Automat die Karte ein, sollte u. U. eine Sperrung in Erwägung gezogen werden.
Tipp 4: Kontaktdaten aktualisieren
Transaktionen mit gestohlenen Karten und Kartendaten weichen in der Regel erheblich von der normalen Nutzung durch den Karteninhaber ab und ziehen so die Aufmerksamkeit des kartenausgebenden Instituts auf sich.
Viele Banken sind für solche Fälle gerüstet und halten ihre Mitarbeiter dazu an, die Kunden über verdächtige Transaktionen zu informieren. Daher sollten Karteninhaber vor jedem Urlaub prüfen, ob die bei der Bank hinterlegte Handynummer und die E-Mail-Adresse noch aktuell sind.
Tipp 5: Im Zweifelsfall bar zahlen
In vielen Urlaubsländern ist Kartenzahlung weit verbreitet und auch in kleineren Geschäften und Schnellrestaurants üblich. Reisende profitieren von der hohen Kartenakzeptanz, denn sie verfügen stets über ein akzeptiertes Zahlungsmittel. In Ländern mit hoher Kartendurchdringung werden erfahrungsgemäß aber auch am Point-of-Sale öfter Kartendaten beim Bezahlvorgang abgegriffen.
Das Umfeld sollte genau beobachtet werden. Zahlen die Einheimischen alle in bar, sollten auch Touristen diesem Beispiel folgen. Beim Umgang mit Bezahlkarten gilt auch im Ausland: PIN niemals zusammen mit der Karte aufbewahren, bei der PIN-Eingabe die Sicht auf die Tastatur mit der anderen Hand verdecken.
So rufen Sie im Ausland um Hilfe.
Fotos: MEV Verlag, Archiv
































