Auf der Alm, da gibt’s … die Steirerkas-Roas, die Almmatura und natürlich nette Sennerinnen, die viel Leckeres zu bieten haben. Der „Ennstaler Steirerkas“ ist bekanntlich das kulinarische Wahrzeichen der Region Schladming-Dachstein in der Weststeiermark.

Mit der „Steirerkas Roas“ können Besucher das besondere Produkt hautnah erleben und mit allen Sinnen genießen und spüren: Die Reise führt von den vielen Geschichten und Mythen rund um den Steirerkas über die urigen und idyllischen Almen bis hin zum krönenden kulinarischen Abschluss mit dem g`schmackigen Steirerkas.

Für manchen mag der Steirerkas etwas sonderbar aussehen und wohl auch so schmecken, doch der überwiegende Teil der einheimischen Bevölkerung kann sich ein Leben ohne Steirerkas gar nicht vorstellen.

Steiermark: Almsommer pur, Foto AH
Roggener Krapfen mit Steirerkas

In vielen Familien kommen jeden Freitag noch immer traditionell frische „roggene“ Krapfen mit Steirerkas auf den Tisch. Bei einem Almenbesuch im Sommer darf ein Brot mit Almbutter und Steirerkas natürlich ebenso nicht fehlen.

Steirerkas-Roas – Almsommer pur!

„Roasen“ heißt losgehen, wandern, reisen. Gemütlich wohlgemerkt, in einem angemessenen Tempo, um auch alle Ereignisse am Wegesrand mitzuerleben und zu genießen: weidende Tiere, duftende Almblumen, idyllische Landschaften, unberührte Natur, bezaubernde kleine Almhütten.

„Gereist“ werden kann täglich nach Lust und Laune und „auf eigene Faust“. Zur „Steirerkas-Roas“ gehören aktuell sieben originale und authentische Almen bzw. Betriebe, die allesamt im Sommer von bäuerlichen Familien bewirtschaftet werden.

Steiermark: Almsommer pur, Foto AHDer Steirerkas – und viele andere köstliche Almprodukte – werden von den Sennerinnen direkt auf der Alm hergestellt. Diese Almen sind mit dem speziellen Gütesiegel „Gutes vom Bauernhof“ ausgezeichnet, was für die besondere Qualität der Arbeit und Produkte spricht.

Die ausgezeichneten Almen sind:
• Ritzingerhütte, Viehbergalm – Gröbming
• Perneralm, Sattental – Pruggern
• Harmeralm am Schwarzensee – Kleinsölk
• Zauneralm, Breitlahn – Kleinsölk
• 7 Geißleinhof – Kleinsölk
• Adambauernhütte, Gumpenalm – Großsölk
• Almstüberl Fam. Pretscherer, St. Nikolai

Steiermark: Almsommer pur, Foto AHUnd wenn Sie die Sennerin auf der Alm noch im „Dirndl“ begrüßt, hat das nichts mit Kitsch zu tun, sondern mit der persönlichen Überzeugung, dass ein Dirndl zur Alm gehört wie ein Frack auf den Wiener Opernball.

Neben dem Steiererkas verköstigen die Sennerinnen auf den Almen ihre Besucher meist mit vielen weiteren köstlichen, selbst hergestellten Almprodukten wie Almbutter, Krapfen, selbst gemachte Säfte, Almrahmsuppe, Schnäpse, Käsespezialitäten, Selchwaren und vieles mehr.

Erlebnis „Ennstaler Almmatura“

Kühe melken, Butter rühren, Käse herstellen, Krapfen backen, Wissen über Almpflanzen und Tiere – das alles und vieles mehr muss eine Sennerin auf der Alm beherrschen.

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Selbstverständlich hat der „Vorzeigesteirer“ Johann Lafer auch die Almmatura abgelegt…

Im Rahmen der „Ennstaler Almmatura“ können die Gäste selbst ihre Geschicklichkeit, ihr Wissen und Können auf der Alm unter Beweis stellen, begleitet werden sie dabei von fachkundigen Almführern.

Der Spaß steht dabei natürlich im Vordergrund und dass Almprodukte verkostet werden, versteht sich von selbst. Als krönender Abschluss winkt das offizielle „Ennstaler Almmatura Zeugnis“.

Mehr als nur wandern

Der Naturpark Sölktäler im Nordwesten der Steiermark ist geprägt von steilen Felsen mit Marmor, von wunderbaren – und wanderbaren Almgebieten, Wildbächen und von 300 glasklaren Bergseen.

So lockt der Sölkpass mit seinen Almgebieten Wanderfreudige zu Recht an, denn der Fleiß wird mit einem gewaltigen Ausblick auf die schönen Täler belohnt. Der Sölkpass verbindet das Ennstal mit dem Murtal und hat 6.000 Jahre Geschichte als Handelsweg vorzuweisen. Funde beweisen, dass dieser Pass bereits in der Jungsteinzeit als alpenüberquerender Pass genutzt wurde. Die wichtigsten transportierten Güter waren Salz, Wein und Getreide.

Steiermark: Almsommer pur, Foto AHDie vielen Almhütten, die über dem Pass verstreut sind, sind ein Zeichen dafür, wie wichtig die Almwirtschaft hier schon immer war:

Steiermark: Almsommer pur, Foto AHBis auf 2.000 Meter Höhe findet man Hütten – sie sind beliebte Einkehrstätten für hungrige Wanderer, und man bekommt hier den typischen Steirerkas und die Steirerkrapfen.

Zu den Besonderheiten des Parks zählt einerseits der immer noch von traditionellen Arbeiten und Bräuchen geprägte Alltag auf den Almen: Sennerinnen, die im Kupferkessel Steirerkas erzeugen.

Andererseits ist da das Marmorbergwerk in Kleinsölk, dessen 380 Millionen Jahre alter Marmor in die ganze Welt verschickt wird. Hier kann man auch Führungen durch den Steinbruch buchen.

Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel ist das Schloss Großsölk, früher ein Sicherungsposten der Handelswege, heute das Naturparkzentrum mit Labor, Kunstausstellung und Jesuitengarten.

Steiermark: Almsommer pur, Foto AHSeele baumeln lassen

Die Almen bieten mit ihrer gemütlichen Atmosphäre und der Tatsache, dass es hier noch wie in alten Zeiten zugeht, eine gute Möglichkeit, vom Alltagsstress wegzukommen – sie bilden so eine gute Erholung für Körper und Seele.

Mehr Infos: www.steiermark.com

Weitere Tipps für die Steiermark finden Sie hier.

 

Text: Annemarie heinrichsdobler
Fotos: ©Steiermark Tourismus (1 Bild), ©Herbert Raffalt (1 Bild), ©Annemarie Heinrichsdobler (6 Bilder)

 

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