Wie schmeckt die Normandie mit Hechtklößchen von Hilke Maunder

Normandie Kochbuch von Hilke Maunder, Rezept Hechtklößchen

Wie schmeckt die Normandie fragt Hilke Maunder und serviert köstliche Hechtklößchen nicht nur in ihrer zweiten Heimat Frankreich sondern auch in ihrem Normandie-Kochbuch “ Normandie, Geschichten und Rezepte aus der Heimat von Cidre, Calvados und Camembert“.

Hilke Maunders Antwort lautet: Erdverbunden, ehrlich und 100 Prozent authentisch. Zu Camembert, Cidre und Calvados gesellen sich Hummer, Hechtklößchen und Heringe. Aber auch Galettes, Crepes und Omelettes munden in den malerischen Städtchen der Normandie.

Normandie Rouen

Viel mehr als ein Kochbuch über die Normandie

Weiße Klippen, tiefblaues Meer und saftige Wiesen – die Normandie besitzt einen der faszinierendsten Landstriche Frankreichs. Doch nicht nur dadurch fühlen sich Urlauber weltweit angezogen, auch kulinarisch lohnt sich ein Besuch: Neben Camembert, Cidre und Calvados fühlen sich bei den Normannen auch Hummer, Hecht, Jakobsmuscheln und Heringe zu Hause.

In 65 traditionellen Rezepten und unzähligen Fotografien erzählt Hilke Maunder, die schon zahlreiche Kochbücher und Reiseführer für Frankreich veröffentlicht hat, unterhaltsam die kulinarische Geschichte der Normandie. Ihr Ziel war es dabei, so unverfälscht wie möglich die Region mit ihren Landschaften, Menschen und Speisen abzubilden. Eine unterhaltsame Lektüre!

Ihr Kochbuch „Normandie, Geschichten und Rezepte aus der Heimat von Cidre, Calvados und Camembert“ ist das bisher einzige Kochbuch zur Normandie im Handel und im Christian Verlag erschienen.

Eine Liebeserklärung an Frankreich

Die Journalistin Hilke Maunder ist seit Mitte der 1990er-Jahre als Korrespondentin in Frankreich tätig – unter anderem für Buchverlage, »Spiegel Online« und Printmedien wie »Die Welt«, »Die Welt am Sonntag«, »Food and Travel« und das »Handelsblatt«. Bei arte und dem SWR ist sie als Expertin im Studio gefragt.

2014 zeichnete Frankreich die Hamburgerin, die ihr Herz an Saint-Paul-de-Fenouillet verloren hat, mit der Verdienstmedaille im Tourismus aus. Auf ihrem Blog »Mein Frankreich«, 2023 auf Platz 4 unter den Top Ten Deutschlands, stellt sie seit 2010 jede Woche Reise- und Gastrotipps, Nettes und Neues aus ihrer zweiten Heimat vor.

Hilke Maunder in der Normandie

Die Hamburgerin verlor ihr Herz an Frankreich als sie als Teenagerin das erste Mal im legendären Nachtzug von Hamburg zur Gare du Nord nach Paris saß. Sie lernte Boule spielen, steckte ihre Fußspitzen in die Seine – und reiste dann mit ihrem Interrail- Ticket kreuz und quer durchs Land: zu den Pyrenäen, an den Atlantik, in die französischen Alpen und nach Etretat in die Normandie. Damals begann ihre tiefe, innige Liebe zu Frankreich, über das sie seit über 20 Jahren als Journalistin berichtet. Heute ist Frankreich ihre zweite Heimat.

Rezept Hechtklösschen

„Bis zu 1,20 Meter lang sind die Hechte (brochets), die im Étang de Vrigny, in der Seine und normannischen Gewässern leben. Wer ihn im Herbst in der Normandie angeln will, muss Schutzauflagen einhalten, denn der bis zu 50 km/h schnelle Raubfisch gilt inzwischen als im Bestand gefährdet.

Die Hechte der Seine sind daher mit Radio-Sendern ausgestattet, die helfen sollen, ihre bevorzugten Lebensräume zu schützen oder wieder herzustellen. In der normannischen Küche ist der Hecht kein Alltagsfisch, sondern der Star bei besonderen Anlässen, wo er als blanquette de brochet oder, besonders beliebt, als Hechtklößchen (quenelles) zum Weißwein serviert wird“, schreibt Hilke Maunder in ihrem Normandie Kochbuch.

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Fotos und Rezept: Hilke Maunder (Rezeptbild Hechtklößchen), Verena Wagner

Quenelles de brochet: Hechtklößchen
Normandie Kochbuch von Hilke Maunder, Rezept Hechtklößchen
Portionen
Personen
Zutaten

Portionen
Personen
Zutaten

Normandie Kochbuch von Hilke Maunder, Rezept Hechtklößchen
Anleitungen
  1. Für die Hechtklößchen das Fischfilet mindestens 1 Stunde abgedeckt gut durchkühlen lassen.
  2. Das gilt auch für das Schneidgerät des Fleischwolfs: Schnecke, Messer, Ring und Scheibe müssen in den Kühlschrank.
  3. Das gekühlte Fischfilet durch den gekühlten Wolf drehen.
  4. Für die Farce das zerkleinerte Hechtfleisch in einer Schüssel auf Eis legen, damit es während der weiteren Verarbeitung ausreichend kühl bleibt.
  5. Die Hälfte der gekühlten flüssigen Sahne (400 ml) zugeben und mit einem Löffel unterrühren. Die Masse portionsweise in einem Mixer fein pürieren.
  6. Anschließend wieder in die Schüssel füllen, auf Eis stellen und wieder kalt werden lassen. Die gekühlte Masse mit einem Spatel durch ein feines Sieb streichen und so grobe Bestandteile oder Grätenreste völlig entfernen. Mit Salz und frisch gemahlenem weißen Pfeffer abschmecken und die restliche flüssige Sahne (400 g) unterrühren.
  7. Danach die leicht angeschlagene Sahne (100 g) unterziehen. Sie macht die Hechtklößchen-Farce besonders locker.
  8. Achtung: Die Sahne darf nicht steif geschlagen sein, sonst würde die Farce körnig.
  9. Die Farce in Silpat-Formen geben. Den Forellenkaviar in die Mitte setzen und danach mit der Farce bedecken.
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