Einfache Pfannengerichte wie dieses Brot oder Brezen-Gröstl eignen sich hervorragend zum Reste verwerten. Ein Gericht für alle Tage, das schnell zubereitet ist und in das alles rein kann, was im Kühlschrank an Gemüseresten übrig geblieben ist.
Altes Gebäck und Brot-Reste verwerten
Bis 2030 sollen die vermeidbaren Lebensmittelabfälle pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene halbiert und die Lebensmittelverluste entlang der Produktions- und Lieferketten reduziert werden.
Österreich hat sich verpflichtet, diese Zielvorgaben umzusetzen. Im Rahmen der Initiative „Lebensmittel sind kostbar“, einer freiwilligen Vereinbarung zwischen Supermärkten und dem BMK, werden laufend Lebensmittel an soziale Organisationen weitergegeben. So konnten bisher rund 20.000 Tonnen Lebensmittel gerettet werden. Laut Schätzungen fallen im Handel trotzdem jedes Jahr 70.834 Tonnen an vermeidbaren Lebensmittel-Abfällen an. 58 % aller Lebensmittel im Müll stammen aber von Privathaushalten. Die Zahlen in Deutschland sind vergleichbar.

Dieses Brotkochbuch sammelt das Wissen und die Rezepte von Vereinen und Initiativen. Dazu gehört Foodsharing, dem Feldverein, der Tafel Österreich oder der feldschafft, einer Innsbrucker Genossenschaft zur Nutzung von Ungenutztem. Sie alle setzen sich täglich mit dem Überschuss an Lebensmitteln auseinander und kämpfen gegen Überproduktion und Verkaufskalkül an.
Neben Rezepten zum Reste verwerten wie dieses Brezen Gröstl, eines der variabelsten Pfannengerichte, bietet das Buch jede Menge Tipps für weniger Lebensmittelreste im Müll und Hintergrundwissen zum globalen Ernährungssystem, zu Welthunger, Überproduktion und Lebensmittelverschwendung. Weitere Themen sind Regionale PRodukte und Einkaufsmöglichkeiten versus Globalisierung in der Lebensmittelindustrie, Ernteüberschüsse, Weizen und alte Getreidesorten, Zero Waste, Brot- und Ackerkultur.
Variable Pfannengerichte: Rezept Brezen-Gröstl
Dieses Rezept für Brezen-Gröstl stammt aus „Kein Brot im Müll. Das Brotkochbuch“. Darin finden sich viele andere Rezepte zum Reste verwertenvon Vorspeisen wie Brotsalat und Suppe über Hauptgerichte bis hin zu Nachspeisen. Pfannengerichte wie dieses Gröstl sind sehr variabel und bieten zahlreiche Möglichkeiten, Lebensmittel aufzubrauchen. Im hier verlinkten Rezept findet sich etwa eine Variante mit übrig gebliebenen Knödln
Auch Gebäck und Schwarzbrot lassen sich in der Pfanne rösten und liefern eine individuelle Geschmacks-Note.
Text und Fotos: Verena Wagner
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Portionen
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- 500-800 g Gemüse nach Wunsch zum Beispiel Mangold, frische Spinatblätter, Rucola, Chicoree, Rote Bete, Pastinaken, Karotten, Schwarzwurzeln, Sellerie, Fenchel, Brokkoli, Paprika,
- 1 Zwiebel oder 1 Bund Frühlingszwiebeln
- 3-4 alte Brezen oder Laugenstangerl
- 1-2 Knoblauchzehen
- Öl für die Pfanne
- Salz Pfeffer
- frische Kräuter wie Schnittlauch Petersilie oder Koriander
Zutaten
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- Das Laugengebäck in Scheiben schneiden und in Öl mit Knoblauch kross anbraten. Aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller aufheben.
- Gemüse waschen und schälen, dann in Streifen schneiden. In Öl anbraten und dann eine Tasse Wasser dazugeben und garen lassen.
- Wenn das Wasser verkocht ist, die Brezengröstl dazu geben, alles nochmal durchmischen, evtl. nochmals anbraten, damit mehr Röstaromen entstehen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Die Kräuter waschen und fein hacken. Darüber streuen und servieren.


































