Nachspeisen mit Brot wie Scheiterhaufen und Brotpudding sind gute Alternativen, wenn viel Brot und Gebäck übrig geblieben ist. Während Scheiterhaufen ein typisch deutsches Oma-Rezept ist, heißen ähnliche Rezepte Frucht-Michel oder Kirschmichel. Je nach dem, welche Früchte in dem Gemisch aus altem Brot, eingewicht in Eiermilch, verarbeitet werden.
Allerlei Nachspeisen mit Brot
Egal ob Äpfel, Kirschen, Aprikosen oder Trauben. Das Rezept für Scheiterhaufen funktioniert immer gleich. Im englischsprachigen Raum ist Bread Pudding, oder eben Brotpudding ein sehr bekanntes Rezept zur Reste-Verwertung. Der Klassiker ist Bread Pudding, ein Auflaufgericht wie Scheiterhaufen, mit Bananen und Karamell oder Schoko. Die süßen Bananen karamellisieren auch ohne Zugabe von Zucker leicht. Für Schleckermäulchen passt eine Sauce aus Schokolade oder eine Himbeersauce.
Traditionell ist der Scheiterhaufen ein Rezept mit Äpfeln. Der Fantasie zur Abwandlung sind jedoch keine Grenzen gesetzt. Je nachdem, welches Obst gerade reif ist. Kirschen, Erdbeeren, Steinobst. Im Winter funktioniert das rezept mit Orangen und sogar Karotten.
Tipp: Besonders gut schmeckt der Scheiterhaufen, wenn statt Weißbrot süßes Zopfbrot oder Brioche verwendet wird. Zur Verwertung von übriggebliebenem Eiklar dieses zu steifem Schnee schlagen und vor dem Backen auf dem Scheiterhaufen verteilen.

Brotpudding als elegante Nachspeise
Wer – wie im Foto oben – eine richtig edle Nachspeise mit Brotresten zaubern will, verfährt wie folgt: Alles geschieht genau wie im Rezept unten beschrieben. Die Eiermilch wird nicht nur über die Brotscheiben gegossen. Diese werden solange eingeweicht, bis sie sich mit der Flüssigkeit zu einer homogenen und kompakten Masse verquirlen lassen. Dadurch sind in dem Ofengericht keine einzelnen Brotscheiben mehr zu erkennen, wenn es fertig ist. Stattdessen entsteht eine Nachspeise, die in ihrer Konsistenz einer Art italienischer „Panna Cotta“ gleicht.
Das Dessert im Bild wurde mit einem Trauben-Ragout, einer Art Kompott, serviert. Als Deko mit Kakao und Puderzucker bestreuen und mit essbaren Blüten und frischer Minze servieren.
Text und Fotos: Verena Wagner
Das Rezept unten stammt aus „Kein Brot im Müll – das Brotkochbuch“
| Portionen |
Personen
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- 600 ml Milch
- 60 g Rosinen
- 3 Eier
- 1/2 Bio-Zitronen
- 50 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 5 Brötchen vom Vortag
- 35 g Butter
- 500 g Himbeeren
- 80 g Zucker
- 1/2 Zitronen
Zutaten
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- Zunächst die Rosinen in die Milch geben und in der Mikrowelle lauwarm erwärmen. Dann die Eier mit Zitronenabrieb, Zucker und Vanillezucker aufschlagen. Die Rosinenmilch mit der Eimasse verrühren.
- Brötchen in dünne Scheiben schneiden und in eine gefettete Auflaufform legen. Dabei auf jede Scheibe Eiermilch geben, bis das Brot komplett von der Flüssigkeit bedeckt ist.
- Die Brotpuddingmasse ca. 10-15 Minuten ziehen lassen. Inzwischen den Ofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Zum Schluss die Butter in Flöckchen über dem Bread-and-Butter-Pudding verteilen und auf mittlerer Schiene ca. 25 Minuten goldgelb backen.
- Wer große Mengen reifer Bananen übrig hat, diese entweder direkt mit in die Eiermasse verquirlen, oder in Scheiben schneiden und Bananen mit Brotscheiben mischen.
- Himbeeren in einen kleinen Topf geben, Zucker hinzugeben und erwärmen.
- Dabei ständig umrühren, damit die Himbeeren nicht anbrennen, nach Bedarf etwas Wasser hinzugeben.
- Die Zitrone halbieren, Saft einer halben Zitrone auspressen und zu den Himbeeren geben.



































