Mega-Resorts, facettenreiche Casinos und große Shopping-Arkaden prägen die moderne Seite der ehemals portugiesischen und heute chinesischen Stadt Macau. Gleichzeitig bewahrt sie ihr historisches Erbe und bietet Besuchern mit vielen Kulturattraktionen lebendige Einblicke in die beeindruckende Geschichte der Stadt: Orient trifft Okzident.

Macau: Orient trifft Okzident, Fotos: ©Macau Government Tourist Office
Prozession of Our Lady of Fatima

Einmalig auf der Welt verbinden sich in Macau die portugiesische und chinesische Kultur.

Nicht nur sichtbar, sondern auch erlebbar sind die Spuren und Einflüsse der rund 450jährigen Anwesenheit der Portugiesen in der heutigen Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China: Prachtvolle Residenzen und Kaufmannshäuser, schmucke Barockkirchen und alte Festungen lassen die glorreiche Vergangenheit der einst mächtigen Handelsmetropole gegenwärtig erscheinen.

Macau: Orient trifft Okzident, Fotos: ©Macau Government Tourist Office
Tam Kong Festival

Gleichsam zeigt Macau überall, dass es heute zu China gehört – mit sehenswerten Tempeln, traditionsreichen Geschäftshäusern und Handwerksbetrieben, Märkten und exotischem Warenangebot und kunstvoll gestalteten Gartenanlagen.

In den letzten Jahren hat sich die Stadt zu einer der Boomtowns Asiens entwickelt. Internationale Hotel- und Casino-Betreiber haben die Stadt entdeckt und prägen heute die moderne Seite Macaus – nicht nur mit Glücksspielhallen, sondern auch mit Showprogrammen und Shopping-Arkaden.

Macau: Orient trifft Okzident, Fotos: ©Macau Government Tourist OfficeAllein die Architektur ist imposant: Das Grand Lisboa, ein Hochhaus in der Form einer Lotusblüte, die golden-leuchtende Fassade des Sands oder der Markusplatz mit Gondeln im Venetian Macao Resort.

Ausgefallene Attraktion

Das Galaxy Macau erhebt sich auf dem Cotai-Strip, dem neugewonnenen Land zwischen den Inseln Taipa und Coloane, mit eigenem Sandstrand und riesigem Wellenpool. In unmittelbarer Nachbarschaft liegen die Venetian Macao- und City of Dreams-Resorts. Die Zahlen sind imposant: 550.000 m² Fläche, 2.200 Zimmer, ein 52.000 m² großer Garten, sechs Swimming-Pools, im Casino 600 Spieltische und 1.500 Slot-Maschinen auf 39.000 m².

Macau: Orient trifft Okzident, Fotos: ©Macau Government Tourist OfficeDie beiden Türme beherbergen drei Hotels. Einen davon teilen sich ein elegantes Banyan Tree mit 250 Suiten und ein japanisch-klarliniges Okura mit 500 Zimmern und Suiten. Alle Etagen des zweiten Turms belegt das Galaxy Hotel mit 1.500 Gästeräumen unterschiedlicher Kategorien.

Eine Attraktion ist der Strand, der mit 350 t Sand von den Philippinen nach Macau gebracht wurde und den Wellen-Pool, der laut Galaxy mit über 1,5 m hohen Wellen der weltweit größte seiner Art ist, einfasst.

Macau: Orient trifft Okzident, Fotos: ©Macau Government Tourist OfficeÜber einen eigenen Pool verfügt jede der zehn Banyan Tree-Privatvillen, die in der Nähe des großen Banyan Tree Spas liegen. Die Qual der Wahl haben die Hotelgäste und Besucher im kulinarischen Bereich: Das Spektrum der über 50 Restaurants deckt alle asiatischen Küchen und internationalen Spezialitäten sowie Fine-Dining und Fastfood ab.

Eine weitere Attraktion gibt es auf der Insel Coloane zu entdecken, denn dort haben die beiden Pandabären Kai Kai und Xin Xin ihr Zuhause im „Giant Panda Pavilion“ bezogen.

Die Besucher können die Tiere auf zwei Routen auf unterschiedlichen Höhen sehen sowie sich in einer Ausstellung über Wissenswertes und Maßnahmen zum Schutz dieser bedrohten Tierart informieren.

Macau: Orient trifft Okzident, Fotos: ©Macau Government Tourist OfficeKultur zum Nulltarif

Neben den modernen Attraktionen bewahrt die Stadt gleichzeitig ihr historisches Erbe, das fernöstliche und europäische Kultur vereint, und in den Gebäuden, der Küche und dem Lebensstil der Menschen lebendig ist.

Die Altstadt ist Unesco-Weltkulturerbe. Zusätzliche Gründe für einen Besuch liefern das ganze Jahr über Feste und Veranstaltungen – von chinesischen Drachenboot-Rennen über katholische Prozessionen bis zum internationalen Grand Prix für Formel 3, Tourenwagen und Motorräder.

Macau: Orient trifft Okzident, Fotos: ©Macau Government Tourist Office
A Ma Tempelstadt

An den Wochenenden haben Macaus Besucher verschiedene kostenlose Möglichkeiten, lebendige Einblicke in die Geschichte der Stadt zu erhalten.

Auf dem Platz vor der Ruine von St. Paul sowie am A-Ma-Tempel, dem bekanntesten taoistischen Tempel der Stadt, werden z. B. samstags chinesische Löwentänze und sonntags portugiesische Folklore in farbenfrohen Trachten aufgeführt. Die Darbietungen dauern 20 Minuten und werden durch das Fremdenverkehrsbüro organisiert.

Macau: Orient trifft Okzident, Fotos: ©Macau Government Tourist Office
Tin Hau Old Tempel

Interessante Einblick in die Kirchengebäude können bei den englischsprachigen Touren gesammelt werden. Interessenten können sich dazu ohne Voranmeldung am Samstag oder Sonntag um 14 Uhr in St. Lawrence, St. Joseph oder St. Augustine einfinden.

Die wohl am reichsten verzierte Kirche Macaus ist dem heiligen St. Lawrence geweit. Neben der Fassade sind auch die Kunstgegenstände, die im Inneren von St. Lawrence ausgestellt werden, einen Besuch wert.

Macau: Orient trifft Okzident, Fotos: ©Macau Government Tourist OfficeBuntes Treiben auf öffentlichen Plätzen kann man an den Wochenenden auf den Plätzen Largo do Pagode do Bazar und Largo dos Bombeiros auf Taipa bzw. auf dem Largo da Companhia de Jesus unterhalb von St. Paul sowie auf der Rotunda de Carlos da Maia erleben. Die zweistündigen Darbietungen beinhalten z. B. gemeinsames Singen traditioneller Lieder, Zaubershows sowie Tänze und Musikerlebnisse.

Macau: Orient trifft Okzident, Fotos: ©Macau Government Tourist OfficeKurzer Überblick:

Beste Reisezeit: Macau ist ein Ganzjahres-Reiseziel. Die angenehmste Reisezeit ist der Herbst mit sonnigen und warmen Temperaturen bei gleichzeitig niedriger Luftfeuchtigkeit.

Einreisedokumente: Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz brauchen für Macau kein Visum, sondern nur einen gültigen Reisepass.

Schutzimpfungen sind i.d.R. nicht erforderlich. Impfpässe werden nur in besonderen Fällen, z. B. bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet, benötigt.

Sprache: Die offiziellen Sprachen sind Chinesisch und Portugiesisch. Große Teile der Bevölkerung sprechen Englisch. Die Einheimischen sprechen meist kantonesisch.

Zeitunterschied: Ortszeit Macau = MEZ + 7 Std.

Währung: Die offizielle Währung ist der Pataca (MOP$), unterteilt in 100 Avos. Ungefähr 10 Patacas entsprechen 1 €.

 

Text: Redaktion G&R
Fotos: ©Macau Government Tourist Office

 

 

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