Fast 85 % der Deutschen halten es für wichtig, die eigene Familiengeschichte zu kennen – das hat eine aktuelle Umfrage ergeben. Im Internet können sich Großeltern und Enkel gemeinsam auf Spurensuche in die Vergangenheit begeben.
Grundsätzlich ist der Wunsch der Bundesbürger groß, mehr über die eigene Familiengeschichte zu erfahren. Annähernd 85 % halten es einer Umfrage von The Generations Network, dem Betreiber des Ahnungsforschungsportals www.ancestry.de, zufolge für wichtig, über die eigene Herkunft Bescheid zu wissen.
Doch obwohl rund 70 % selbst Forschergeist verspüren und sich auf die Jagd nach „verlorenen Geschichten“ begeben möchten, weiß rund ein Drittel schon über die eigene Groß- und Urgroßelterngeneration nur lückenhaft Bescheid.
Dabei muss man heute nicht mehr in staubigen Archiven oder muffigen Kellern stöbern, umder Familiengeschichte nachzuspüren.
Genealogie global
Eine Vielzahl von Informationen steht im Internet online zur Verfügung. Das weltweite Ancestry-Netzwerk z. B. bietet Interessierten Zugriff auf die weltweit größte Sammlung genealogischer Daten im Internet mit mehr als 1,9 Milliarden Namen und 19,9 Millionen Stammbäumen.
Auf der Internetseite kann kostenlos ein eigener Stammbaum erstellt und gemeinsam mit der Verwandtschaft gepflegt und erweitert werden.
In ihrem kostenpflichtigen Teil bietet die Website Zugriff auf detailliertere Infos, z. B. aus historischen Passagier- und Musterungslisten oder Volkszählungen.
Tipps zur Ahnenforschung gibt auch der renommierte Genealogie-Experte Dr. Franz Josef Burghardt. Er rät etwa, beim „Ausmisten“ auf alte Dokumente und Briefe zu achten oder bei Familienfeiern auch einmal über die Vergangenheit zu tratschen.
So manche Onkel und Tanten können mit alten Geschichten wertvolle Informationen zum Familienpuzzle beisteuern.
Oft tragen sogar Menschen aus anderen Kontinenten zur Familiengeschichte bei. Teile der Familie, die schon vor mehreren Generationen nach Übersee ausgewandert sind, können beispielsweise über Einwanderungslisten gefunden werden.
So lassen sich auch Nachkommen ausgewanderter Vorfahren in der Online-Community finden. Ein späteres Kennenlernen der entfernten Verwandten ist dabei nicht ausgeschlossen.
Tipps zur Ahnenforschung:
1. Verwandtschaft befragen
2. Private Dokumente sammeln und sichten
3. Offizielle Quellen (lokale Register, Zeitungsarchive etc.) nutzen
4. Alphabetische Tabellen und Übersetzungsbeispiele online nutzen
5. Familienstammbaum im Internet „pflanzen“
6. Experten, z. B. Dr. Franz Josef Burghardt, online befragen
7. Sich mit Gleichgesinnten in Internetforen austauschen
8. Genealogische Lexika im Web studieren
9. Alte Fotos vergleichen
Wollen Sie Geschichte hautnah erleben, dann folgen Sie unseren Vorschlägen zu Kultur und Kunst etc…..
Fotos: The Generations Network

































